
Hier werden alle Inseln und Halligen rund um die Insel kurz vorgestellt, außerdem wird erklärt, was Sie noch sehen können, wenn Sie eine Schifffahrt machen.
Nordstrandischmoor
Nordstrandischmoor besteht aus 4 Warften, diese kann man von Nordstrand aus mit
bloßemAuge erkennen. Auf einer dieser Warften steht eine Schule (z. Z. mit
3 Schulkindern) und eine Kirche mit eigenem Friedhof, der aber heute nicht mehr
genutzt wird. Nordstrandischmoor ist mit einem Lorendamm (kleine Eisenbahn)
mit dem Festland verbunden, diese darf aber nur zu Versorgungszwecken und für den Küstenschutz genutzt werden. Nordstrandischmoor kann zu Fuß (bitte nur geführte Wanderungen unternehmen) oder mit dem Schiff erreicht werden.
Südfall

Auf Südfall gibt es nur eine Warft mit zwei Häusern, auch diese Hallig kann man mit bloßem Auge erkennen. Die Hallig wird nur in den Sommermonaten bewohnt und da sie an der Grenze des Nationalparks Wattenmeer Schutzzone 1 liegt, darf man sie nur bei einer geführten Wattwanderung betreten. Man kann auch mit Pferd und Wagen zur Hallig fahren.
Süderoog
Auf Süderoog steht nur ein Haus und dies wird das ganze Jahr bewohnt. Die Post wird 2 x wöchentlich zu Fuß durchs Watt von Pellworm gebracht, zur Versorgung dient ein kleines Schiff der Halligbewohner. An der Hallig fährt man mit dem Schiff vorbei, wenn man eine Fahrt zu den Seehundsbänken macht.
Norderoog
Auf der Hallig stehen zwei Pfahlhäuser, in einem wohnt ein Vogelwart (meist ein Zivildienstleistender). Die Hallig gehört dem Verein Jordsand e. V. . Küstenschutzarbeiten werden meist durch Jugendcamps erledigt. Norderoog darf nur mit Sondergenehmigung betreten werden und ist ca. 9 ha groß.
Hooge

Hooge ist die höchste Hallig und hat einen kleinen Sommerdeich, dadurch gibt es dort nur 2 -3 mal im Jahr "Land unter". Auf der Hallig wohnen 120 Menschen, alleine auf der sog. "Hanswarft" ca. 20 Familien. Der "Königspesel" und
die Saalkirche mit dem Sandboden sind 2 von vielen interessanten Dingen hier auf Hallig.
Gröde

Sie ist entstanden aus 2 Halligen (Gröde und Appelland). Gröde ist die kleinste Gemeinde Deutschlands,
nicht wegen ihrer Größe (277 ha) sondern wegen Ihrer Einwohner (19 Personen). Hier gibt es auch die
kleinste Schule Deutschlands, zur Zeit nur 2 Kinder. Die Hallig wird per Schiff versorgt.
Habel
Zur Gemeinde Gröde gehört auch noch Habel, die kleinste Hallig. Sie ist nur ca. 3,6 ha groß und wird wie Norderoog auch von einem Vogelwart fest bewohnt. Besucher sind hier unerwünscht.
Langeneß
Langeneß ist die jüngste und größte der Halligwelt. Sie entstand aus 3 Halligen (Buttwehl, Langeneß und Nordmarsch) und
ist dadurch ungewöhnlich lang (ca. 10 km). Sie besteht aus 18 Warften und hat ca. 140 Einwohner. Seit 80 Jahren kann sie
durch einen Lorendamm (über Oland) vom Festland aus erreicht werden (nur für die Versorgung).
Oland

Oland besteht nur aus einer Warft, ist aber 100 ha groß. Sie ist nur 5 km vom Festland entfernt
und ca. 2,5 km von Langeneß. Oland ist mit einem Lorendamm mit dem Festland und mit Langeneß verbunden.
Hamburger Hallig
Die Hamburger Hallig ist direkt mit dem Festland verbunden und kann sogar mit Auto (besser mit dem Fahrrad) erreicht werden. Die Hallig hat eine Badestelle und eine Hallig-Gaststätte. Von Nordstrand ist die Hallig ca. 12 km entfernt und direkt vom Holmer Siel aus mit dem Fahrrad zu erreichen.
Pellworm

Pellworm ist die Nachbarinsel von Nordstrand und kann nur mit der Fähre über Nordstrand erreicht werden. Sie ist ca. 37 km² groß und ist umgeben von einem 28 km langen Seedeich. Pellworm hat ca. 1.180 Einwohner. Die Sehenswürdigkeiten der Insel sind die Alte Kirche mit Arp-Schnitger-Orgel, das Inselmuseum in der Tourist Information, Wattenmuseen, Leuchtturm, Solarfeld und Nordermühle
Amrum
Amrum ist ca. 20 km² groß und hat wie Föhr und Sylt auch einen Geestkern. An der Westseite befindet sich ein 12 km langes Dünengebiet und auf der Ostseite grenzt Amrum an das Wattenmeer. Westlich des Dünengürtels schließt sich das sog. Kniepsand an. Kniepsand ist eine sehr langsam wandernde Sandbank. Im mittleren Teil der Insel befindet sich ein kleines Waldgebiet. Amrum hat ca. 2.200 Einwohner und wenn Sie einmal dort sind, sollten Sie den tollen Rundumblick vom Leuchtturm genießen. Amrum erreichen Sie direkt von Nordstrand aus.
Föhr

Föhr ist mit ca. 83 km² die zweitgrößte der 5 nordfriesischen Inseln und hat ca. 8.600 Einwohner. Wyk ist der größte Ort auf der Insel und dort kommt man auch mit der Fähre von Dagebüll an. Vom Fährhafen bis etwa zur Mitte der Westküste liegt am Südrand ein etwa 15 km langer Sandstrand, nördlich und nordwestlich befindet sich das Wattenmeer. Sie sollten die Seepromenade besuchen und einen Rundgang durch Wyk machen.
Sylt
Sylt ist die bekannteste und größte der nordfriesischen Inseln und man kann sie direkt mit dem Schiff von Nordstrand aus erreichen oder mit dem Zug von Niebüll aus. Sylt ist durch den 11 km langen Hindenburgdamm (Eisenbahn) mit dem Festland verbunden. Sie ist ca. 99 km² groß und hat ca. 27.000 Einwohner von denen ca. 10.000 in Westerland leben. An der Westseite erstreckt sich ein ca. 40 km langer Sandstrand, an der Ostseite liegt das Wattenmeer und an der schmalsten Stelle ist Sylt nur ca. 380 m breit. Da Sylt sehr lang ist und man doch gern alles sehen möchte (z. B. Rotes Kliff, Westerland, List, Leuchtturm Hörnum) sollte man eine Inselrundfahrt mit dem Bus machen.
Seetierfang und Seehundsbänke
Be
i einer Seetierfangfahrt wird ein kleines Schleppnetz ausgeworfen und anschließend wird der Fang in ein kleines Becken am Heck des Schiffes geleert. Alle Tiere und Pflanzen (jeden Tag unterschiedlich) werden erklärt und können angefasst werden. Danach wird der komplette Fang wieder ins Wasser gesetzt.
Die Seehundsbänke werden bei fast jeder Schifffahrt angefahren. Auf den Seehundsbänken liegen bis zu 400 Seehunde, die man sehr gut beobachten kann. Damit die Seehunde nicht gestört werden (sie haben sich an die Schiffe schon gewöhnt), darf sich das Schiff nur sehr langsam nähern und an Bord sollte nicht zu viel Lärm sein. Die Seehunde robben sonst ins Wasser zurück und dort kann man sie nur sehr schwer entdecken.